Rapunzel 2000

Rapunzel 2000

Falls ihr schon immer wissen wolltet, wie kam es eigentlich dazu, dass der Verein „Turmwerkstatt – Kultur im Dorf“ gegründet wurde, dann lest jetzt weiter.

Im Jahre 2000, als es die Turmwerkstatt noch nicht gab, gab es ein Fest, dass einen krönenden Abschluss bieten sollte zum Ende der erfolgreichen Dorferneuerung.

Neben einem ausgefüllten Wochenende im Festzelt mit vielen Veranstaltungen, auch für Kinder, hatte sich der Ortsbeirat., allen voran dank des Einfalls von Ortsvorsteher Ludwig Ronzheimer, überlegt das Märchen Rapunzel noch einmal am „Originalschauplatz“ am Rapunzelhäuschen in Amönau aufzuführen. Schon 1988 wurde das Märchen nach dem Originaltext der Gebrüder Grimm von der Grundschule Amönau inszeniert. Damals zeichnete sich der Schulleiter Wolfgang Vajen dafür verantwortlich.

Das damals aufgeführte Stück gefiel den Zuschauern, aber Ludwig Ronzheimer wollte die Aufführung auf „professionellere“ Beine stellen und warb die Regisseurin Brunhilde „Bruno“ Heß aus Wetter an, die dann zusammen mit Eckhardt „Ecki“ Scherer aus Amönau für die Musik und Angelika „Geli“ Salomon für die Choreografie, ebenfalls aus Amönau, die Neuinszenierung des Stücks übernahmen.

Nach monatelangen Planungen, Schreibarbeiten, ständigen Neuerungen und Änderungen ging es an die Umsetzung des Stücks.

Von nun an sollten das Abschlussfest der Dorferneuerung, Kommissionen, die das Dorf besichtigten, Pressearbeit und Proben, sowie Kartenvorverkauf den Alltag vieler Dorfbewohner bestimmen.

Dann war es soweit, der Premierentag. Das Stück begann, damit die Lichteffekte besser zur Geltung kamen, erst um 21 Uhr und es kamen rund 300 Zuschauer, die sich das Ergebnis des Treibens in Amönau anschauen wollten.

Durch die hervorragende Pressedarstellung und „Mund zu Mund Propaganda“ wurden es von Abend zu Abend mehr Zuschauer, bis schließlich die Einlassgrenze von 700 Zuschauern erreicht war. Insgesamt besuchten die Aufführungen fast 3500 Menschen und alle waren begeistert.

Da es so viel Zeit und Aufwand kostete dieses Musical in Szene zu setzen, wurde überlegt ob man nicht die Aufführungen verlängern sollte, aber nach den vielen Proben und nun den sechs Aufführungen waren die Beteiligten „ausgelaugt“. Doch schon bald, nachdem der letzte Vorhang gefallen war, war das „Loch“ bemerkbar, in welches man nach den Aufführungen fiel und es kam die Frage auf: war das alles?

Nein das konnte es doch nicht gewesen sein, das muss doch eine Fortsetzung haben, vielleicht in zwei Jahren?

Lag die finanzielle und organisatorische Verantwortung zu dieser Zeit noch beim Ortsbeirat und dem Heimatverein, suchte man jetzt nach Wegen, eine Selbständigkeit zu erreichen. Es gab Überlegungen, eine Gruppierung innerhalb des Heimatvereins zu schaffen, aber die Mehrheit wollte jedoch einen eigenständigen Verein gründen. Nach mehreren Treffen, die ohne greifbare Ergebnisse verliefen und einer Suche nach einem geeigneten Vorstand, die sich als schwieriger herausstellte als gedacht, erklärten sich schließlich Regina Wabnegg, die eine Rolle als Zauberin in dem Rapunzelmusical übernommen hatte, Petra Feußner, die gleichfalls als Mutter von Rapunzel mitspielte, Heinz Aßmann, der weitgehend für den organisatorischen Part verantwortlich gewesen war und Doris Ronzheimer, die auch bei Rapunzel für die Finanzen mit verantwortlich war, bereit einen Vorstand zu bilden. Der Verein sollte Turmwerkstatt (nach dem Rapunzelhäuschen und dessen Turm aus dem die Ideen sprudeln sollten) – Kultur im Dorf, genannt werden. Hinzu kamen noch stellvertretende Kassiererinnen und Beisitzer/Innen, namentlich Indra Müller, Helke Bender, Sandra Keutner, Elmar Brathe und Betty Brinkmann

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Fotos: Heinz Aßmann

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