Suaine

Suaine

Im Jahr 2002 folgt das Musical Suaine. Das erste offizielle Werk der Turmwerkstatt. Auch für Suaine wurde ein zweites Mal das erfolgreiche Duo „Bruno und Ecki“ gefragt, ob sie sich ein weiteres Musical in Amönau vorstellen könnten und sie konnten. Bruno sagte später: „ da stand ich so am Treisbach und schaute auf das Gelände am Zusammenfluss der beiden Bäche und mir kam die Inspiration zum neuen Stück.“ Aus dem keltischen entnahm sie den Namen der Titelfigur „Suaine – die Wasserfrau“. Suaine stand für „die Grüne“.
Wieder begann alles von vorne. Drehbuch schreiben, Musik komponieren, Kostüme entwerfen und schneidern. Proben, proben und nochmals proben im Dorfgemeinschaftshaus und am Spielort. Tierdressur von Schafen und Gänsen,
Technik in den Bachlauf bauen, Tribüne für die Zuschauer auf der gegenüberliegenden Straße „Am Bach“ aufstellen, Beleuchtungsmasten errichten, Beleuchtung installieren, Riesengestelle für 3 schreckliche Gestalten herstellen, natürlich mobil. Pressearbeit und und und…
Dann war es so weit, Premierenabend nach unendlich vielen Proben. Wieder strömten die Zuschauer nach Amönau. Jetzt hatte man schon einen Namen in der Umgebung und der sollte auch erhalten bleiben. Die Tribüne wurde während der Veranstaltungen mehrfach ergänzt und erweitert durch mobile Teile. Schließlich waren bis 800 und mehr Zuschauer an einem Abend zu Gast. Es war einfach unglaublich, was bei diesem Umweltmusical dem Zuschauer geboten wurde. Eine tolle Handlung am Bach, eine Musik mit dem Bach, tolle Lichteffekte und Spiegelungen im aufgestauten Wasser, dazu Fontänen und sprudelndes, wildes Wasser. Die Geschichte entführte uns in eine fantastische Bachwelt mit vielen kleinen und großen lustigen Gestalten. Neben süßen kleinen Bachforellen, Seeröschen und dem schillernden Eisvogel tauchten schreckliche Gestalten und die gierigen Dorfbewohner auf. Die Verbindung beider Welten bildete Finn, von den Dorfbewohnern als Taugenichts bezeichnet, von Suaine sehr geschätzt. Die Wasserfrau schenkt ihm einen Stein, wegen dem die Dorfbewohner großen Reichtum im Bach vermuten und anfangen ihn zu durchsuchen. Unvergessen bleibt auch die Verwandlung der zarten Suaine in den Mächtigen Uthur, denn durch die Ausbeutung der Natur schlug die Natur zurück. Was hier ein Musical und Spiel war, war im Osten unseres wieder vereinigten Landes eine schreckliche Wirklichkeit. Wildes Wasser an Mulde und Elbe wurde für die Anwohner der Flüsse zum Alptraum. Die Vereinsmitglieder beschlossen zu helfen. Eine Benefizveranstaltung wurde für den Mittwoch zwischen den Aufführungswochenenden eingebaut und auch diese wurde zum Riesenerfolg. Sponsorengelder ergänzten die abendlichen Einnahmen auf 10000 Euro.

Fotos: Heinz Assmann

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